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Die Aufgaben
wurden zum Teil auf der Grundlage früherer Abituraufgaben
des Landes Baden-Württemberg (ca. ab 1995-2003) erstellt.
Vergleichen
Sie die Wasserlöslichkeit von Methanol und Pentanol.
Lösung: Methanol
besser löslich, da die Dipol-WeWi zwischen OH und H2O die Van-der-Waals-WeWi
zwischen den Alkylgruppen der Methanol-Moleküle untereinander überwiegt. Bei
Pentanol ist das umgekehrt.
Ordnen Sie
die Substanzen Wasser, Methanol und Diethylether nach Molekülmassen und nach
Siedepunkten. Begründen Sie den scheinbaren Widerspruch.
Lösung: H2O
18 u, Methanol 32 u, Ether 74 u. Dagegen Siedepunkte: H2O 100 Grd.C,
Methanol 65 Grad C, Ether 35 Grd C. Begründung: Bei H2O H-Brücken,
Methanol weniger polar, Ether keine H-Brücken.
Um wasserfreies
Methanol darzustellen, wird schwach wasserhaltiges Methanol mit Mg-methanoat
versetzt (Hinweis: Mg-hydroxid ist in Wasser schwerlöslich). Begründen Sie dieses
Verfahren.
Lösung: Das
Restwasser reagiert mit Mg-methanoat unter Rückbildung von Methanol und Mg-hydroxid.
Alkoholat-Ionen sind starke Basen.
Erstellen Sie
die Formel eines Alkantriols mit kürzestmöglicher C-Kette, das zugleich primäres,
sekundäres und tertiäres Alkanol ist. Benennen Sie diese Verbindung.
a)Führen Sie
eine vollständige Oxidation von 1,3-Propandiol mit CuO durch und benennen Sie
das Endprodukt. Geben Sie zwei Oxidationsstufen mit den zugehörigen Reaktionsgleichungen
an. b)Das Endprodukt weist einen pKs-Wert von 2,69, Ethandisäure (Oxalsäure)
dagegen einen pKs-Wert von 1,27 auf. Begründen Sie dies.
Beurteilen
Sie die Löslichkeit folgender Substanzen in Wasser: Methansäure, 1-Octanol,
Ethansäuremethylester, 2-Propanol.
Lösung: Methansäure:
Gut wasserlöslich, da H-Brücken vorhanden, aber kein hydrophober Alkylrest.
2-Propanol: Etwas weniger löslich, da Alkylgruppe vorhanden. 1-Octanol: Noch
weniger löslich, da die Van-der-Waals-Kräfte zwischen den Octanol-Molekülen
die H-Brücken-Wechselwirkung zu Wasser überwiegt. Ester: Am schlechtesten löslich,
da nur "passive" H-Brücken möglich sind; außerdem Effekt der Alkylgruppen
(hydrophob).
Methansäure
kann im Gegensatz zu Ethansäure reduzierend auf Cu2+ wirken. Geben
Sie für diesen Sachverhalt eine Erklärung.
Lösung: Methansäure
besitzt als einzige Alkansäure formal eine Aldehyd-Gruppe. Bei der Reaktion
mit Fehling-Reagenz entsteht CO2.
Ordnen Sie
die in den Gruppen I, II und III gegebenen Verbindungen, in jeder Gruppe gesondert,
nach zunehmender Acidität. Geben Sie jeweils eine Begründung an. Gruppe I: Hydroxiethansäure,Ethansäure,2-Hydroxipropansäure,2,2-Dimethylpropansäure,Methansäure,Ethanol,Phenol,Propansäure,
Ethanal. Gruppe II:cis- Butendisäure,trans-Butendisäure,Ethandisäure(jeweils
1.Proton). Gruppe III: Phenylethansäure,Fluorethansäure,Trifluorethansäure.
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